Verbandsgeschichte 1880 bis 1945
Beschluss zur Bildung eines Gebirgsvereins der Lausitz
Die Zeitschrift "Oywina", herausgeben von Dr. Alfred Moschkau, Oybin, berichtet in Heft 12 aus dem Jahre 1880, dass am 22. Februar im Gasthof “Zum Weißen Engel” in Zittau der Beschluss zur Bildung eines Gebirgsvereins der Lausitz mit dem Namen “LUSATIA“ gefasst wird.
Die Gründungsväter kommen nicht allein aus Zittau, sondern auch aus Ebersbach, Eibau, Gersdorf, Großschönau, Herwigsdorf, Löbau, Oberoderwitz, Obercunnersdorf, Seifhennersdorf, Walddorf und Waltersdorf. Erster Vorsitzender wird Prof. Oskar Friedrich, Zittau.
Wanderversammlungen
Vortragsveranstaltungen mit anschließender Wanderung
Errichtung von Restauration und Aussichtsturmes (Wahrzeichen der "Lusatia") und Anlage von Wanderwegen
Spendenaktion durch den Lusatia-Verband und seine Mitgliedsvereine
Die Zeitschrift Lusatia wird Verbandsorgan
Redaktion Prof. Dr. Friedrich und Dr. Alfred Moschkau
Einführung des Farnblattes als Verbandszeichen
Bis heute ist das Farnblatt das Logo des Lusatia-Verbandes.
Einweihung der Spreequelle
Höchstgelegene Spreequelle (480 Meter)
Die Zeitschrift Gebirgsfreund wird Verbandsorgan.
Redaktion Dr. Alfred Moschkau und Oberlehrer Richard Kramer
Beschluss zur Einrichtung eines Wanderweges vom Jeschken zum Rosenberg als Kammweg.
Unter maßgeblicher Mitwirkung des Lusatia-Verbandes und seiner Mitgliedsvereine entsteht der Kammweg und ist bereits 1903 fertiggestellt.
Der Lausitzer Landweg wird als Wanderweg eingerichtet.
Er führt vom Kamenzer Hutberg zum Hochwald.
Oberlausitzer Heimatzeitung Blätter für Geschichte, Heimatkunde, Kunst, Literatur (Verlag Alwin Marx Reichenau)
Veröffentlicht die Verbandsnachrichten, ab 1925 als Verbandsorgan
Einweihung des Ehrenmals an der Spreequelle am Kottmar
Zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Lusatia-Verbandes
Das Wegekartenheft des Lusatia-Verbandes erscheint
24 Karten - sechsfarbig - für die Oberlausitz samt Anschlussgebieten
Einweihung des neuen Aussichtturmes auf dem Breiteberg
zur Erinnerung an den verdienten Verbandsvorsitzenden Dr. Curt Heinke
Auf Beschluss der Sowjetischen Militäradministration werden alle Vereine in der Sowjetischen Besatzungszone aufgelöst.
Verbandsvorsitzende
-
1880 - 1891
Prof. Dr. Oskar Oswald Friedrich -
1891 - 1907
Prof. Dr. Robert Lamprecht -
1907 - 1919
Oberlehrer Richard Kramer -
1920 - 1929
Prof. Dr. Otto Weder -
1929 - 1934
Dr. Curt Heinke -
1934 - 1936
Schuldirektor Fritsch -
1936 - 1938
Amtshauptmann Dr. Johannes Sievert -
1938 - 1945
Kreisleiter Hans Reiter -
1935 - 1945
2. Vorsitzender Paul Jänichen
Prof. Dr. Oskar Oswald Friedrich
Geboren 1832 in Markneukirchen | Gestorben 1915 in Dresden
Ab 1867 Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften
Professor und Konrektor am Gymnasium Zittau
Oberlehrer Richard Kramer
Geboren 1854 in Bernstadt auf dem Eigen | Gestorben 1919 in Zittau
Ab 1876 Lehrer an der 1. Bürgerschule in Zittau
Ab 1902 Oberlehrer
Dr. Curt Heinke
Geboren 1890 in Bautzen | Gestorben 1934 in Athen
Studienrat für Geografie und Naturwissenschaften am Realgymnasium Zittau
Oberlehrer Paul Jänichen
Geboren 1883 in Strehla | Gestorben 1960 in Bautzen
Oberlehrer an der Städtischen Handelsschule Bautzen
Oberwegemeister des Lusatia-Verbandes
Vorsitzender der Bautzener Gebirgsvereins von 1932 - 1945